Stadt Ginsheim-Gustavsburg
Informationen zu Fluglärm und Flughafenausbau

Mehr Flüge durch Preisdumping?

(22.01.2014) „Die neue Entgeltordnung der Fraport AG ist ein Schlag ins Gesicht der lärmgeplagten Flughafenanwohner", empören sich die Bürgermeister der beiden Mainspitzkommunen und sehen völlig unnötig noch höhere Lärmbelastungen auf die Bürger zukommen. „Alle Bemühungen um mehr Lärmschutz sind Schall und Rauch, wenn Fraport erlaubt wird, mit finanziellen Anreizen das bisher ausgebliebene Wachstum des Passagier- und Luftverkehrsaufkommens künstlich anzukurbeln", heißt es in einer Erklärung von Ulrike Steinbach und Richard von Neumann.

Das sogenannte Incentive-Programm der Fraport AG stellt den Fluggesellschaften, die mehr als ein Prozent Passagierwachstum erzielen, rückwirkende Rabatte in Aussicht. Bis zu 10 Euro pro „abfliegenden Passagier“ sollen den Airlines zurück erstattet werden, wenn sie das geforderte Wachstum erreichen. Hintergrund ist, dass die Anzahl der Flüge in Frankfurt seit Jahren stagniert und die Passagierzahlen nur ganz langsam steigen. So wurden statt der schon für 2010 prognostizierten 528.000 Flugbewegungen im letzten Jahr nur 473.000 erreicht. Die Passagierzahlen erhöhten sich zwar leicht von 57,5 Millionen 2012 auf 58 Millionen im Jahre 2013, blieben aber weit unter der eigenen Prognose (2010: 60,4 Mio.).

Die Oberhäupter der Mainspitzkommunen wenden sich entschieden gegen das aggressive Marketing der Fraport AG und fordern die sofortige Rücknahme des Programmes. Da dies nicht freiwillig geschehen wird, ist der neue hessische Wirtschaftsminister gefordert. Beide Kommunen unterstützen daher mit Nachdruck das Schreiben der Bürgerinitiative gegen den Flughafenausbau Mainspitze an Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, in dem dieser zum Handeln aufgefordert wird.

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