Stadt Ginsheim-Gustavsburg
Informationen zu Fluglärm und Flughafenausbau

Fraport im Rückwärtsgang

(13.06.2013) „Droht nach dem Lärmdesaster nun auch noch der wirtschaftliche Absturz durch den Flughafenausbau?“, fragen die Bürgermeister der Mainspitzgemeinden anlässlich der rückläufigen Verkehrszahlen am Frankfurter Flughafen. Das von Fraport-Chef Schulte kürzlich in der Hauptversammlung in Aussicht gestellte mittelfristige Wachstum erscheint Ulrike Steinbach und Richard von Neumann als reiner „Zweckoptimismus“.

Tatsächlich hinke die Verkehrsentwicklung am Flughafen schon seit Jahren „meilenweit“ der Fraport-Prognose hinterher, auf deren Grundlage der Ausbau beschlossen worden sei. Statt der schon für 2010 prognostizierten 528.000 Flugbewegungen seien 2012 nur 482.000 erreicht worden, gerade einmal 24.000 mehr als im Jahre 2000. Auch die Passagierentwicklung liege mit 57,5 Millionen 2012 erheblich unter der Prognose für 2010 (60,4 Mio.) und nur 8 Millionen über dem Ergebnis des Jahres 2000.

Im Gegensatz zum Fraport-Vorstand rechnen andere Luftverkehrsexperten wie der Chef der Deutschen Flugsicherung (DFS), Klaus-Dieter Scheurle, „in den nächsten zehn Jahren höchstens mit einem Passagierwachstum durch den Einsatz größerer Flugzeuge, nicht aber mit einem Wachstum bei den Flugbewegungen“.

Wenn dies zutreffe, resümieren die beiden Bürgermeister, „muß man fragen, ob aufgrund geschönter Prognosen ein milliardenschwerer Ausbau durchgeboxt wurde, für den gar kein Bedarf besteht.“ Abgesehen davon, dass sich damit auch die Arbeitsplatzprognosen als „Luftnummern“ erweisen, sei nicht nachvollziehbar, warum das Fraport-Management einer schweren Fehlentscheidung nun mit dem Bau des dritten Terminals eine weitere folgen lassen wollen. Ulrike Steinbach und Richard von Neumann appellieren daher an die Fraport-Eigentümer, alle weiteren Ausbauschritte zu stoppen und lieber in ein raumverträglicheres Geschäftsmodell zu investieren.

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