Stadt Ginsheim-Gustavsburg
Informationen zu Fluglärm und Flughafenausbau

Mogelpackung statt echtem Lärmschutz

(01.03.2012) Als „Mogelpackung mit leeren Versprechungen für die Zukunft“ bewerten Bürgermeisterin Ulrike Steinbach und Bürgermeister Richard von Neumann die kürzlich präsentierten Schutzmaßnahmen der sogenannten Allianz für Lärmschutz. Diese „unheilige Allianz“ aus Landesregierung und Luftverkehrswirtschaft weigere sich offensichtlich immer noch beharrlich, gegen den immer stärker werdenden Fluglärmterror in der Region ernsthaft vorzugehen.

„Die schon lange versprochenen Änderungen der Anflugverfahren wie etwa die Anhebung der Flughöhe um 40 oder 50 Meter bringen den stark betroffenen Kommunen im näheren Umfeld des Flughafens keinerlei spürbare Entlastung und können nicht einmal einen weiteren Anstieg des Lärms verhindern“, sind sich die beiden Bürgermeister einig und plädieren für eine wirkungsvolle Sofortmaßnahme: „Wenn die Landesregierung die Region wirklich entlasten will, dann soll sie sofort die Revision vor dem Bundesverwaltungsgericht zurück ziehen. Denn dann ist zumindest das eingeschränkte Nachtflugverbot von 23 bis 5 Uhr gesichert und damit ein erster wichtiger Schritt getan.“

Das eingeschränkte Nachtfugverbot sei aber auf Dauer unzureichend, da nur ein achtstündiges Flugverbot einen ausreichenden Nachtschlaf garantieren könne. Wer sich dieser Einsicht verweigere, gefährde bewußt die Gesundheit von vielen tausend Menschen in der Region. Aber auch tagsüber habe der Fluglärm nach Ansicht der Bürgermeister eine Dimension angenommen, die nicht mehr toleriert werden könne. „Die angekündigten zusätzlichen passiven Schallschutzmaßnahmen nützen da wenig, denn wer will schon seine Kinder in schallgeschützter Käfighaltung groß ziehen?“, so die Bürgermeister. Gegen die stete Zunahme der Flüge und des Lärms helfe nur eine Deckelung der Flugbewegungen, verbunden mit klar definierten Lärmobergrenzen.

Um dies zu erreichen, sind sich Steinbach und von Neumann sicher, müsse der Protest der Bevölkerung noch viel stärker werden. Alle Bürgerinnen und Bürger der Mainspitzgemeinden seien daher aufgerufen, sich aktiv an den Montagsdemos im Terminal 1 zu beteiligen.

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