Stadt Ginsheim-Gustavsburg
Informationen zu Fluglärm und Flughafenausbau

Einwendungen bei der Gemeinde abgeben

(28.03.2007) „Die Fluglärmbelastungen der letzten Tage sind relativ gering im Vergleich zu dem, was uns nach dem Flughafenausbau erwartet. Daher ist es notwendig, den Ausbaubetreibern noch einmal die rote Karte zu zeigen“, sind sich die Bürgermeister der Mainspitzgemeinden, Bersch und von Neumann, einig. In einem gemeinsamen Aufruf appellieren sie an die Bürgerinnen und Bürger, die neue Auslegung der Ausbauunterlagen zu nutzen und mit einer Einwendung ihre Ablehnung zu demonstrieren.

Nach Auffassung der Bürgermeister zeigen die neuen Planungsunterlagen, die noch bis zum 23. April in den Gemeinden ausliegen, dass ein Kapazitätszuwachs bei den Starts und Landungen von mindestens 50 Prozent geplant ist. Wurden im Jahre 2006 noch insgesamt 489.000 Flüge in Frankfurt abgewickelt, so sollen es nach der neuen Luftverkehrsprognose von Fraport im Jahre 2020 schon 700.000 und fünf Jahre später knapp 750.000 Flugbewegungen sein werden. Eine per Computersimulation erstellte Kapazitätsberechnung der Initiative Zukunft Rhein-Main ergab, dass nach dem Bau der neuen Nordwestlandebahn auf den dan insgesamt vier Bahnen knapp 900.000 Flüge jährlich und damit ca. 80 Prozent Verkehrszuwachs im Vergleich zum Jahre 2006 möglich sind.

Auch der derzeit stattfindende Ausbau der Terminals 1 und 2 sowie die Planung des neuen Terminal 3 lassen erkennen, dass eine gigantische Erweiterung der Passagierabfertigung angestrebt wird. Allein mit den Terminals 1 und 2 können ca. 65 Millionen Passagiere jährlich bedient werden. Das neue Terminal soll laut Fraport für 35 Millionen Passagiere ausgelegt sein. „Tatsächlich lässt seine riesige Dimensionierung aber darauf schließen, dass auch wesentlich mehr geht und eine Gesamtabfertigungskapazität von 100 bis 120 Millionen Passagieren jährlich angestrebt wird“, sind sich die Bürgermeister Bersch und von Neumann sicher.

Die Bürgermeister der Mainspitzgemeinden bitten daher die Bürgerinnen und Bürger von Bischofsheim und Ginsheim-Gustavsburg, erneut eine Einwendung gegen den Flughafenausbau zu erheben, auch wenn sie dies schon im Jahre 2005 getan haben und alle Rechtsansprüche bereits durch die erste Einwendung gewahrt bleiben. Die Einwendungen können direkt an das Regierungspräsidium in Darmstadt gerichtet oder bei den Gemeindeverwaltungen abgegeben werden. Die Frist läuft bis zum 7. Mai 2007. Wer seine Einwendung bei der Gemeinde abgibt, sollte diese aber bis Anfang Mai einreichen. Die Gemeinden übergeben die Einwendungen dann fristgerecht dem Regierungspräsidium.

Bersch und von Neumann weisen darauf hin, dass wie im Jahre 2005 in den Bürgerbüros und in den Rathäusern der Kommunen vorgedruckte Schnelleinwendungen bereit liegen, die nur mit wenigen Angaben zu versehen und zu unterschreiben sind. Die Schnelleinwendungen bieten sich für alle diejenigen an, die nicht die Zeit haben, eine eigene Einwendung zu verfassen.

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