Stadt Ginsheim-Gustavsburg
Informationen zu Fluglärm und Flughafenausbau

Neue Offenlegung zum Flughafenausbau

(07.02.07) „Als großen Erfolg für die Ausbaugegner und Schlappe für die Fraport AG“ bewerten die Bürgermeister der Mainspitzgemeinden, Bersch und von Neumann, „die erzwungene neue Offenlegung der Antragsunterlagen zum Flughafenausbau.“ Das Hessische Ministerium für Wirtschaft und Verkehr, das Fraport in vielen Punkten Nacharbeitungen auferlegte und die neue Offenlage anordnete, musste damit teilweise der Kritik der Kommunen und Bürgerinitiativen nachgeben, die die 2005 erstmals ausgelegten Ausbauunterlagen heftig kritisiert hatten.

Nach Auffassung der Bürgermeister schien den Juristen der Landesregierung das Risiko offenbar zu groß, ohne Nachbesserungen der vielfach mangelhaften Unterlagen in die gerichtliche Auseinandersetzung zu gehen. Insbesondere die Luftverkehrsprognose, die die Grundlage für den Flughafenausbau bildet, beruhte auf veralteten Daten und etlichen falschen Annahmen. Die nun vorgelegte neue Luftverkehrsprognose sagt dem Flughafen im Ausbaufalle ein Wachstum von heute 490.000 auf über 700.000 Flugbewegungen bis zum Jahre 2020 voraus. Bisher hatte Fraport 658.000 Flüge jährlich als Ziel des Ausbaus genannt. Sollte die neue Prognose zutreffen, ist auch in der Mainspitze noch mehr Lärm als ursprünglich angenommen zu erwarten. Dies gilt insbesondere für den Ortsteil Gustavsburg, der nach dem Bau der Nordwestbahn bei Ostwind direkt in niedriger Höhe überflogen werden soll.

Die beiden Bürgermeister bitten daher die Bürgerinnen und Bürger von Bischofsheim und Ginsheim-Gustavsburg, erneut eine Einwendung zu erheben, auch wenn sie dies schon im Jahre 2005 getan haben und alle Rechtsansprüche bereits durch die erste Einwendung gewahrt bleiben. Wer 2005 keine Einwendung abgegeben hat, kann dies nun in der zweiten Runde erstmals tun, wenn eine neue Betroffenheit vorliegt. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn inzwischen eine Immobilie erworben wurde oder der Wohnsitz gewechselt hat.

Die Offenlage der sechzig bis siebzig Aktenordner wird vermutlich Ende März stattfinden und vier Wochen dauern. In der Zeit der Offenlage und zwei Wochen danach können Einwendungen gegen den Ausbau bei den Gemeinden oder dem Regierungspräsidium Darmstadt eingereicht werden. Die genauen Zeiten werden bekannt gegeben, sobald das Regierungspräsidium die Fristen festgelegt hat. Den Kommunen will die Landesregierung nur insgesamt zwei Wochen Frist zur Stellungnahme einräumen. Dies betrachten die Bürgermeister Bersch und von Neumann als einen „Skandal, da man in dieser Zeit die Unterlagen kaum lesen geschweige denn prüfen und ordentlich Stellung nehmen kann. Anscheinend fürchten die Vertreter der Landesregierung die Auseinandersetzung mit den Kommunen, ihren Anwälten und Gutachtern.“

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