Stadt Ginsheim-Gustavsburg
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Flughafenausbau birgt großes Sicherheitsrisiko

(23.02.05) „Alle reden von Caltex und Ticona, wenn es um Sicherheitsprobleme im Zusammenhang mit dem Flughafenausbau geht. Dabei wird meist übersehen, dass wir auch auf der Mainspitze mit dem VTG-Tanklager in Gustavsburg ein Sicherheitsrisiko erster Güte haben.“ Zu diesem Ergebnis kommen die Bürgermeister Bersch und von Neumann bei Betrachtung der neuen Flugrouten, die Fraport nach dem Ausbau einführen will.

Mit dem Bau der Nordwestbahn soll die nördliche Anflugroute bei Ostwind um etwa 1000 Meter nach Norden verlagert werden. Sie wird dann nicht mehr südlich des Gustavsburger Gewerbegebietes verlaufen, sondern genau über die Mainspitze und dann über den Wohnbereich von Gustavsburg geführt werden. Neu hinzukommen soll auch eine Startroute bei Westwindwetterlagen, die zunächst im Süden Rüsselsheim umfliegt und dann an Ginsheim vorbei nach Norden abdreht. Auch diese Route geht direkt über die Gustavsburger Mainspitze.

„Nach den Antragsunterlagen der Fraport AG bedeutet dies, dass im Ausbaufalle insgesamt an die 100.000 Flüge jährlich die Mainspitze passieren werden, entweder direkt über dem VTG-Tanklager oder in unmittelbarer Nähe daran vorbei,“ erklären die Bürgermeister und fügen hinzu: „Wenn man bedenkt, dass dieses Treibstofflager über eine Kapazität von 270.000 Kubikmetern mit explosiven Stoffen verfügt, kann sich jeder selbst ausmalen, was ein Absturz über diesem Gelände bedeuten würde. Davon wäre nicht nur Gustavsburg betroffen, sondern auch Ginsheim, Bischofsheim, Kostheim und Mainz blieben je nach der vorherrschenden Windrichtung nicht verschont.“

Nach Auffassung der beiden Bürgermeister geht es nicht darum, Panik zu schüren, sondern sachlich darauf hinzuweisen, dass die ohnehin schon vorhandenen hohen Sicherheitsrisiken im Verdichtungsraum Rhein-Main durch den Ausbau vervielfacht werden. Dies sei nicht hinnehmbar und ein Grund mehr, jetzt die rote Karte zu ziehen. Die Bürgermeister hoffen dabei auch auf die Unterstützung der VTG-Firmenleitung. „Ticona hat bewiesen, dass auch Firmen ihre Interessen im Verfahren wirkungsvoll einbringen können.“

Bischofsheim/Ginsheim-Gustavsburg, den 23.2.2005

gez. Bersch (Bürgermeister)
gez. von Neumann (Bürgermeister)

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