Stadt Ginsheim-Gustavsburg
Informationen zu Fluglärm und Flughafenausbau

Nein zur großen Airbus-Wartungshalle

(15.07.03) Nach Prüfung der Antragsunterlagen haben die Bürgermeister Bersch und von Neumann noch einmal ihr Nein zum Bau der von Fraport geplanten riesigen Wartungshalle für den neuen Superjumbo A 380 auf dem Frankfurter Flughafen bekräftigt. Der Fraport-Appell an die Kommunen, dieser Maßnahme zuzustimmen, da sie nichts mit dem Flughafenausbau zu tun habe, ist nach Ansicht der Bürgermeister nicht glaubwürdig.

An vielen Stellen der Antragsunterlagen wird deutlich, dass der Bau der Wartungshalle eng mit dem Ausbau gekoppelt ist. So wurden Alternativstandorte innerhalb des Flughafens von der Fraport AG mit der Begründung verworfen, dass diese Flächen für den Ausbau gebraucht werden. „Es kann jedoch nicht angehen, dass auf dem Flughafen mit über 1900 Hektar Gesamtfläche nicht noch ein Wartungszentrum mit rund 20 Hektar Flächenbedarf unterzubringen ist. Die Rodung von 23 Hektar wertvollen Waldbestandes und der Zugriff auf Flächen außerhalb des Zaunes könnten dann vermieden werden. Aber offenbar fehlt den Verantwortlichen einfach der Wille zum Kompromiß, denn man will das Maximum an Fläche herausholen“, empören sich die beiden Repräsentanten der Mainspitzgemeinden.

Der Zugriff auf Bannwaldflächen außerhalb des Zaunes wird umso unverständlicher, als ab 2005 mit der ehemaligen US Air Base noch 135 Hektar Fläche innerhalb des Zaunes zusätzlich genutzt werden können, wovon höchstens 20 Hektar für das neue Terminal 3 im Ausbaufalle benötigt werden. Hinzu kommen noch 40 Hektar Fläche auf Gateway Gardens, dem ehemaligen Wohngelände der Amerikaner, die Fraport ebenfalls in Anspruch nimmt, die aber noch völlig unbeplant sind. Hier könnten Funktionen wie Verwaltung, Parkhäuser oder Hotels, die nicht unmittelbar dem Flugbetrieb dienen, untergebracht werden. Die auf dem Flughafengelände durch diese Auslagerung frei werdenden Flächen stünden für Wartungszwecke zur Verfügung.

„Auf den willkürlichen Eingriff in den Wald sollten die Bürgerinnen und Bürger der Mainspitze eine klare Antwort geben, auch wenn unsere Gemeinden vom Regierungspräsidium als nicht betroffen eingestuft wurden. Schließlich geht es hier darum, den ohnehin spärlichen Waldbestand in der Region zu schützen. Und das geht alle an! In den Rathäusern und Bürgerbüros halten wir deshalb vorgedruckte Einwendungsschreiben bereit!“, erklären die Bürgermeister unisono. Wer schon ein ausgefertigtes Einwendungsschreiben bekommen hat, soll dieses unterschreiben und direkt an die Gemeinden weiterleiten. Diese sorgen dann dafür, dass die Eingaben bis zum 5. August fristgerecht dem Regierungspräsidenten übergeben werden. Wenn in den Schreiben Fehler enthalten sind, können diese von Hand selbst korrigiert werden. Schwerwiegende Fehler sollten jedoch der Gemeinde mitgeteilt werden.

Weitere Auskünfte erteilen der Ordnungsamtsleiter der Gemeinde Bischofsheim (Hans Jantschek, Tel.: 06144/40428) und der Umweltberater der Gemeinde Ginsheim-Gustavsburg (Otmar Weiler, Tel.: 06144/20164).

Ginsheim-Gustavsburg/Bischofsheim, den 15.07.2003

gez. von Neumann gez. Bersch
(Bürgermeister) (Bürgermeister)

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