Stadt Ginsheim-Gustavsburg
Informationen zu Fluglärm und Flughafenausbau

Einwendungen schon jetzt vorbereiten

(07.11.02) Das große Planfeststellungsverfahren zum Flughafenausbau wird nicht wie angekündigt in diesem Jahr eröffnet, sondern soll erst im nächsten Frühjahr beginnen. Dies hat Fraport kürzlich erstmals offiziell eingeräumt. Offenbar hat die Flughafenbetreiberin Probleme mit der Erstellung der notwendigen Gutachten und Nachweise. Damit kommt die ehrgeizige Zeitplanung von Fraport mit dem Ziel der Inbetriebnahme der neuen Landebahn im Jahre 2006 erstmals ins Schlingern.

Dagegen hält Fraport an seiner Ankündigung fest, das kleine Genehmigungsverfahren zur Einführung des Riesen-Airbus A 380 noch in diesem Jahr zu beginnen. Da aber auch die umfangreichen Bau- und Infrastrukturmaßnahmen im Zusammenhang mit der A-380-Einführung nach Auffassung der Gemeinde auf den Ausbau der Kapazitäten abzielen und zu noch höheren Lärmbelastungen führen, werden die Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, in diesem kleinen Planfeststellungsverfahren ebenfalls mit "Nein" zu votieren und entsprechende Einwendungen zu verfassen. Dies gilt umso mehr, als Fraport offenbar bemüht ist, das Verfahren räumlich zu begrenzen und nur die unmittelbaren Flughafenanrainer einbeziehen möchte. Nur diese wurden nämlich bisher von Fraport über das Vorhaben informiert. Trotz schriftlicher Aufforderung an Fraport und positiver Antwort hat die Gemeinde bislang noch keine Unterlagen zum Airbus-Projekt erhalten.

Dabei ist längst klar, dass auch Ginsheim-Gustavsburg von der Einführung des Riesenvogels mit über 550 Sitzplätzen sowohl beim Landeanflug als auch bei den Starts betroffen wäre. Wenn auch beteuert wird, der neue Airbus sei relativ leise, so sind aufgrund des immensen Gewichts dieses weltweit größten Passagierflugzeuges niedrigere Flughöhen und damit mehr Lärm zu erwarten.

Die Verschiebung des großen Genehmigungsverfahrens zum Ausbau bringt nach Ansicht der Gemeinde einen Zeitgewinn, der positiv zur Vorbereitung der Einwendungen genutzt werden kann. Wer Anregungen oder Unterstützung bei der Abfassung seiner Einwendung haben möchte, kann sich einer computergestützten Hilfe bedienen, die von dem kommunalen Bündnis Initiative Zukunft Rhein-Main und den Bürgerinitiativen angeboten wird. Schon jetzt besteht die Möglichkeit, über Internet (www.profutura.net) oder mittels Fragebogen die persönlichen Daten zu hinterlassen, um dann unaufgefordert während der Ausschlussfrist für beide Verfahren per Post eine individuelle Einwendung zu erhalten. Die grünen Fragebögen zur Datenerfassung sind in den Rathäusern und Bürgerbüros erhältlich. In den nächsten Wochen ergeht zusätzlich eine Hauswurfsendung.

Wer bereits anlässlich des Raumordnungsverfahrens oder danach einen grünen Fragebogen eingereicht hat, ist schon für das Planfeststellungsverfahren registriert und kann die Fragebögen an Freunde, Kollegen oder Verwandte weiter reichen. Auch Personen mit Wohnsitz außerhalb der Mainspitze können ihre Fragebögen hier abgeben.

Weitere Auskünfte erteilt das Umweltbüro der Gemeinde (Tel.: 06144/20164, Fax: 06144/20417, E-mail: umweltbuero@gigu.de).

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