Stadt Ginsheim-Gustavsburg
Informationen zu Fluglärm und Flughafenausbau

Fraport plant Verdoppelung des Flugverkehrs

(10.12.2001) "Die vorgelegten Raumordnungsunterlagen zum Ausbau des Flughafens bestätigen unsere schlimmsten Befürchtungen." So lautet die erste Zwischenbilanz von Bürgermeister von Neumann nach Sichtung der sechzehn Ordner Raumordnungsunterlagen durch die Verwaltung. "Wir haben in den Unterlagen klare Anhaltspunkte dafür gefunden, dass der Flughafenbetreiber Fraport keine Steigerung der Flugbewegungen um fünfzig, sondern um hundert Prozent anstrebt", erklärt der Bürgermeister der Doppelgemeinde.

Verräterisch sei, so von Neumann, was außer einer Landebahn noch alles gebaut wer-den soll. Im Zentrum dieser begleitenden Infrastrukturmaßnahmen in einer Größenordnung von etwa 200 Hektar innerhalb des Flughafenzauns stehe ein neues Terminal 3, das die bestehenden Terminals 1 und 2 ergänzen soll. Für dieses Terminal 3 sei eine Fläche vorgesehen, die ziemlich exakt derjenigen des großen Terminals 1 entspricht, das nach Angaben von Fraport 44 Millionen Passagiere jährlich abfertigen kann. "Da das Terminal 2 bis zu 12 Millionen Passagiere jährlich aufnehmen kann, ergibt sich aus den zukünftig drei Terminals eine Abfertigungskazität von insgesamt rund 100 Millionen Passagieren und damit eine Verdoppelung des heutigen Aufkommens. Das bedeutet für weite Teile von Ginsheim und Gustavsburg auch eine Verdoppelung der heutigen Fluglärmbelastung", schlussfolgert der Bürgermeister.

Insbesondere aufgrund der immensen Lärmbelastung entwickelt sich die Entscheidung über den Ausbau nach Meinung von Neumanns zu einer Schicksalsfrage für die Region, zumal das Arbeitsplatz-Argument nach den neuesten Berechnungen nicht mehr besonders stichhaltig sei. Der Bürgermeister appelliert deshalb noch einmal an alle Bürgerinnen und Bürger, von ihrem Recht auf Beteiligung am Raumordnungsverfahren Gebrauch zu machen und möglichst noch vor Weihnachten eine Einwendung gegen den Ausbau zu schreiben: "Erfreulich viele haben bereits eine Einwendung unterschrieben, aber je größer die Zahl, umso schwerer wiegen unsere Argumente!" In der Verwaltung stehe Herr Weiler (Tel.: 06144/20164) für nähere Auskünfte zur Verfügung. In den Bürgerbüros liegen auch schriftliche Unterlagen aus.

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