Stadt Ginsheim-Gustavsburg
Informationen zu Fluglärm und Flughafenausbau

Ab April mehr Fluglärm über Gustavsburg

(23.03.01) Mit einer wesentlich stärkeren Fluglärmbelastung müssen die Bürgerinnen und Bürgern im Ortsteil Gustavsburg rechnen, wenn ab 19.April dieses Jahres die neuen Flugrouten eingeführt werden. Bei Ostwindwetterlagen sind dann im Tagesdurchschnitt rund dreihundert, in Spitzenzeiten sogar bis zu 350 Flugzeuge im Landeanflug über Gustavsburg zu erwarten. "Die von der Deutschen Flugsicherung in Aussicht gestellte Entlastung für den Kreis Groß-Gerau entpuppt sich somit lediglich als Verlagerung an die Nordgrenze" kommentierte Bürgermeister von Neumann das neue Anflugkonzept und fügte hinzu: "Was in Ginsheim weggenommen wird, bekommt Gustavsburg drauf gepackt."

Tatsächlich soll die Zahl der von Süden zum Landeanflug eindrehenden Maschinen um etwa ein Drittel reduziert werden. Die im Süden eingesparten Flugzeuge werden ab 19. April nördlich des Mains anfliegen und über Mainz auf den Gleitstrahl zur nördlichen Landebahn eindrehen. Somit werden zwischen Ginsheim und Gustavsburg weiterhin zwei parallel verlaufende Einflugtrassen bestehen, die im Unterschied zum derzeitigen Zustand jedoch in Zukunft gleich stark mit 300 bis 350 Flugzeugen am Tag beflogen werden. Während schon jetzt feststeht, dass Gustavsburg dann stärker mit Fluglärm belastet wird, bleibt fraglich, ob die Reduzierung der Flüge im Bereich der Ginsheimer Einflugtrasse auch tatsächlich eine Lärmentlastung für den Ortsteil bringt, da die Flugzeuge nach wie vor sowohl über Rheinhessen als auch über Ginsheim bzw. Ginsheim-Nord auf die sogenannte Anfluggrundlinie eindrehen können. Gerade das Eindrehen der Flugzeuge in niedriger Flughöhe gilt nämlich als besonders lärmintensiv und lästig. Aus diesem Grunde dürften auch die Ginsheimer Bürgerinnen und Bürger wenig Grund zur Freude haben, zumal sich die Deutsche Flugsicherung nicht darauf festlegen wollte, wie viele Maschinen über Ginsheim und wie viele westlich des Rheines eindrehen werden. Nach Auskunft der Flugsicherung sei dies nicht festgelegt und bleibe dem Flugbetrieb, also den Lotsen, überlassen.

Letztendlich wäre nur dann eine echte Entlastung für Ginsheim zu erwarten, wenn die Eindrehvorgänge ganz auf die Westseite des Rheines verlagert würden, die dort in größeren Flughöhen und damit weniger lärmintensiv vollzogen werden könnten. Dazu konnten sich bisher aber weder Flugsicherung noch Lärmschutzkommission durchringen.

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